Nehmen Sie sich die Zeit, sie ist nicht vertan.

Die richtigen Worte finden

Einleitung

Wie findet man die richtigen Worte, wenn man eine Traueranzeige liebevoll gestalten möchte? Wie tritt man einem Hinterbliebenen gegenüber. Was sagt man? Oder sagt man gar nichts? Welcher Spruch paßt zum Liebsten, das man hatte?


Verhaltensratschläge

Wie oft haben Sie schon versucht, sich vor einer trauernden Person, die Sie kannten, zu "verstecken", ihr ja nicht zu begegnen, um sie ja nicht ansprechen zu müssen? Dabei ist es so einfach, das Richtige zu tun. Hier einige wichtige Verhaltensweisen in der Begegnung mit trauernden Menschen, welche natürlich kein Patentrezept sind, aber doch meist die Situation entspannen:

Schauen Sie doch einmal in sich selbst hinein, wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie einen lieben Menschen verlieren (soweit man sich diese Situation vorzustellen vermag), dann wissen Sie auch, wie Sie sich verhalten müssen: Sie sprechen mit Ihren Worten Ihr Beileid aus! Dabei ist es nicht wichtig, einen orthografisch einwandfreien Satz zu formulieren. Es ist egal, ob Sie ins Stottern geraten oder Ihnen die Stimme versagt. Wichtig ist nur, das die Worte ehrlich über Ihre Lippen kommen....

  • ...und dann haben Sie zu schweigen – nur der Trauernde darf reden, falls er es will
  • drängen Sie nicht mit Fragen
  • sprechen Sie NIEMALS in so einer Situation über Ihre eigenen Sorgen
  • drängen sie NIEMALS ein Gespräch auf
  • antworten bzw. bestätigen Sie nur mit Gesten - Nonverbal oder höchstens mit JA oder NEIN
  • warten Sie die angespannte Situation ab, bis der Trauernde zu einem anderen Thema wechselt bzw. das Gespräch eröffnet.
  • Überlassen Sie dem Trauernden die Gesprächsführung
  • Erteilen Sie einer trauernden Person NIEMALS Ratschläge, denn das sind Schläge

 

Beispiele für Traueranzeigen

Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still und wenn sie sich dann weiterdreht, ist nichts mehr wie es war Ein Mutterherz ruht sich nun aus, im letzten stillen Erdenhaus. Doch was es tat und was es gab, das leuchtet über Tod und Grab

 

Die Toten sind nicht abwesend, sie sind unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen, voller Licht, in unsere Augen, voller Tränen

 

Immer für alle dagewesen. Immer das Beste gewollt. Immer das Beste gegeben. Wir haben heute das Beste verloren.

 

Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit. Der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit

 

Das Liebste zu verlieren, ist unsagbar schwer. Das Liebste zu vermissen ist noch unbeschreiblich schwerer

 

Leise kam das Leid zu ihm, trat an seine Seite, schaute still und ernst ihn an, blickte dann ins Weite. Leise nahm es seine Hand, ist mit ihm geschritten, lies ihn niemals wieder los, er hat viel gelitten. Leise ging die Wanderung, über Tal und Hügel und uns war’s als wüchsen still, seiner Seele Flügel

 

Es ist alles nur geliehen, hier auf dieser Welt. Es ist alles nur geliehen, aller Reichtum, alles Geld. Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück. Eines Tages musst du gehen und lässt alles hier zurück

 

Was vergangen, kehrt nicht wieder und vergebens sucht’s dein Blick. Aber ging es leuchtend nieder, leuchtet’s lange noch zurück

 

Allein zu sein - Drei Worte, leicht zu sagen und doch so schwer, so endlos schwer zu tragen

 

Es ruhen nun die fleissigen Hände, die nur gesorgt für unser Wohl, es ruht das Herz, das bis zum Ende, uns all’ umfasst, so liebevoll

 

Liebe hat sie uns gegeben, Liebe war, was sie uns tat. Liebe war ihr ganzes Leben, Liebe folgt ihr in das Grab.

 

Frag nicht warum, frag nicht wozu, dann kommt dein Herz niemals zur Ruh’. Auf dein Wozu, auf dein Warum, bleibt doch des Schicksals Mund nur stumm. Gott weiß warum, Gott weiß wozu, dies Wissen gibt dem Herzen Ruh’.

 

Du hast gelebt für deine Lieben, all’ deine Müh’ und Arbeit war für sie. Liebe Mutter ruh’ in Frieden, in uns’ren Herzen stirbst du nie

 

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine tröstliche, eine wunderbare Sache

 

Glücklich sind wir zwei gegangen, immer mit dem gleichen Schritt, was du vom Schicksal hast empfangen, ich empfing es mit. Doch nun heißt es Abschied nehmen und mir wird so bang, jeder muss alleine gehen, seinen letzten Gang

 

Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben, wo Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen, wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, bleibt einzig die Gewissheit, dass du immer in unserem Herzen fortleben wirst

 

Gefaltet zum Gebet sind die müden Hände, ein arbeitsreiches Leben ist zu Ende. Zufriedenheit und Liebe war ihr Leben. Alles, was eine Mutter kann, hat sie gegeben. Zurück bleibt Heimweh und Schmerz, es schlägt nicht mehr, der Mutter Herz

 

Ich habe das Leben überwunden, bin nun befreit von Schmerz und Pein, denkt oft an mich in stillen Stunden und lasst mich in Gedanken bei euch sein

 

Einmal wird es still in jedem Leben und die Füsse gehen müde ihren Gang. Einmal muss man aus den Händen geben, was man festhielt viele Jahre lang




Formulierungshilfe für Danksagungen

In unserer Trauer war es tröstlich für uns, zu erfahren, wieviel ehrende Wertschätzung, Freundschaft und Zuneigung ihm zuteil geworden ist...


Herzlichen Dank sagen wir allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlen, mit uns Abschied nahmen und ihre Anteilnahme auf vielfältige Weise zum Ausdruck brachten


Wir sagen danke für die einfühlsamen und von Herzen kommenden Worte der Betroffenheit und der Trauer über den grossen Verlust unserer lieben Mutter/Vater...


Nach der Zeit der Tränen und tiefen Trauer, bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt Trost und Kraft


Danke für die Anteilnahme und Verbundenheit, die uns in den schweren Stunden des Abschieds von Manfred entgegengebracht wurden. Es ist uns ein grosser Trost, zu wissen, wie geachtet und beliebt er war. Wir sind alle sehr stolz und dankbar für die vielen wundervollen Jahre die wir mit ihm verbringen durften. Wir hatten das Glück, von ihm zu lernen und von seinem Wesen zu gewinnen. Manfred bleibt immer der stille Mittelpunkt in unserer gesamten Familie, an dem wir uns aufrichten werden.


Danke für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, für eine stumme Umarmung wenn die Worte fehlten, für die Zeichen der Liebe, Verbundenheit und Freundschaft, für Blumen, Kränze und Geldspenden für späteren Grabschmuck und für die Teilnahme am letzten Geleit, bei dem uns Herr Pfarrer (Name) mit sehr einfühlsamen Worten Trost spendete


Wir danken allen, die dem Verstorbenen im Leben ihre Zuneigung und Freundschaft schenkten, ihn im Tode ehrten und uns in stiller Verbundenheit ihre Anteilnahme erwiesen


Danke, für eine stille Umarmung, für tröstende Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, wenn die Worte fehlten, für Blumen und Geldspenden, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft


Worte können nicht beschreiben, wie sehr er uns fehlt und sie können nicht beschreiben, wie sehr es uns rührt, dass so viele an uns denken, mit uns trauern und ihn vermissen